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Geheimtipps für Rio – Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenpfade

OLYMPUS DIGITAL CAMERARio de Janeiro ist unsagbar groß und hat so viel zu bieten. Es wird hier eigentlich nie langweilig und glaubt man einmal alles gesehen zu haben ergeben sich plötzlich unzählige andere Möglichkeiten die Stadt zu erkunden. Zuckerhut, Christusstatue, Ipanema und Copacabana; das sind so die Klassiker in Rio und dürfen natürlich bei einem Besuch auch nicht fehlen. Für all jene, die aber die Stadt noch ein bisschen mehr ausschöpfen möchten, habe ich hier ein paar „Geheimtipps“ parat. Zugegebenermaßen, wie könnte es nicht anders sein, haben sie alle einen historischen Hintergrund.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA1. Ilha Fiscal

Von Rio aus kann man die Ilha Fiscal mit ihrem wunderschönen Märchenschloss kaum sehen. Hätte ich nicht regelmäßig die Pendlerfähre nach Niterói und umgekehrt genommen, wäre ich auch niemals auf die Existenz von diesem magischen Ort aufmerksam geworden. Und wenn man vor allem nicht weiß, um was es sich hierbei handelt, wird man auch ganz schöne Schwierigkeiten haben, die kleine Insel zu besuchen, man braucht nämlich ein Boot. Aber das fährt eben auch nicht wie alle anderen Fähren von Hafen weg, sondern aus der Militärzone. Tickets für dieses Boot bekommt man exklusiv im Museu Naval am Praça Quinze. Touren beginnen um 12:30, 14 und 15:30 Uhr, aber nur Donnerstag bis Sonntag. Für 25 RS (also ca. 6€) bekommt man eine Bootsfahrt in der Guanabarabucht inklusive Führung in dem Lustschloss von Pedro II. Das ganze dauert ca. 2,5 Stunden und der Guide übersetzt auch gerne auf Englisch, wenn das verlangt wird. Die Führung war wirklich super informativ und die kleine Insel ist wirklich eine traumhafte Fotolocation mit wunderschöner Aussicht auf den Zuckerhut und Niterói. 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA2. Jardim Botânico

Der Botanische Garten von Rio ist zwar nicht ganz so geheim, trotzdem schaffen es nicht ganz so viele Touristen dort hin, wie er es verdient hätte. 1808 wurde der Garten auf 137 ha von König João angelegt, 55 ha davon sind heute noch zugänglich. Für 10 RS darf man im Schatten der kaiserlichen Palmen spazieren und genießt ein bisschen Entspannung von Rios Trubel. Neben einem Umweltmuseum, einem Kakteengarten und einem Orchideenhaus kann man im ganzen Areal noch unzählige exotische Pflanzen bestaunen und trifft auf eine Vielzahl von verschiedenen Tieren. Unter anderem bekamen wir einen Menge Affen, Pelikane und Eidechsen vors Gesicht. Und obwohl ich brasilianischen Regenwald schon mehr als gewöhnt war, konnte mich dieser Garten noch immer faszinieren. Traumhaft schön und perfekt für einen heißen Tag, den man vielleicht mal abseits vom Strand verbringen möchte.

geheimtipps-rio-museu-nacional geheimtipps-rio-museu3. Museu Histórico Nacional

Das Nationalmuseum ist total unterschätzt in Rio. Als ich dort war, war ich neben drei Senioren die einzige Besucherin. Das spricht nicht wirklich für das Museum, aber ich kann hier nur noch mal betonen, dass es einfach unterschätzt wird. Als ich mit Brasilianer darüber gesprochen habe, meinten die nur, dass die Gegend dort so gefährlich sei, oder dass sie noch nie davon gehört haben. Dabei ist das Museum das größte und wichtigste Nationalmuseum in Brasilien. Aber ich denke es liegt einfach daran, dass die Brasilianer selbst nicht gerne ins Museum gehen und Touristen bleiben dann doch lieber am Strand, als sich mit der Geschichte zu befassen. Aber noch mal zurück zu dem Punkt Gefährlichkeit. Das Museum liegt keine 5 Gehminuten vom Praça Quinze entfernt, und seit dieser komplett neu gestaltet wurde, ist er auch um einiges sicherer geworden. Wie ich aber bereits schon hier erwähnt habe, sollte man nur zwischen Dienstag und Freitag das Museum aufsuchen, da es an der Straße dann viel belebter ist. Das Museum an sich ist einfach toll. Für 8 RS (also sage und schreibe 2€) bekommt man Zugang zu dem kompletten Komplex, inlusive Sonderausstellungen. Besonders hat mir die temporäre Ausstellung im zweiten Stock zur Brasilianischen Geschichte gefallen. Hier wird wirklich jeder Abschnitt Brasiliens genau unter die Lupe genommen und man findet extrem interessante Exponate zu Indianern, aber auch zur Kaiserzeit. Zusätzlich gibt es noch einen eigen Ausstellungsraum nur mit Kutschen und anderen Fahrzeugen und abwechselnde Sonderausstellungen zur Zeitgeschichte oder Kunst werden angeboten. Allein die Architektur hat mich schon total überzeugt und bei einem Kaffee unter Palmen, vor dem riesigen Bau aus dem 19. Jahrhundert kann man den Besuch herrlich ausklingen lassen.

geheimtipps-rio-marinemuseum geheimtipps-rio-museu-naval4. Museu Naval

Das Marinemuseum ist nicht nur ein absolutes Muss für alle Schiffsfreunde, sondern auch für Geschichtsliebhaber. Das Museum befindet sich direkt am Praça Quinze, nicht weit von der Metro Station Carioca. Ohne Eintritt zu zahlen kommt man hier in den Genuss Entdeckungsgeschichte vom Feinsten zu erleben mit einigen originalen Exponaten aus der Schiffsfahrt. Neben der traumhaften kolonialen Architektur, entzückt auch ein kleines Café in der Mitte des Innenhofs, in dem man sich stärken kann. Am besten besucht man auch dieses Museum zwischen Dienstag und Freitag und kombiniert es vielleicht sogar mit einer Schiffsfahrt zur Ilha Fiscal.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA5. Forte de Copacabana

Die Copacabana ist jedem ein Begriff, dass es hier aber auch eine riesige Festung gibt inklusive ein paar toller Restaurants mit Aussicht, wissen die wenigsten. Man muss auch wirklich bis ans Ende des Strandes spazieren, bis man sich quasi fast schon in Ipanema befindet und hier ist auch der Zugang zu der Küstenfestung. Für 10 RS bekommt man auch hier ein Ticket für das ganze Gelände, inklusive strenger Militärüberwachung. Zuerst führt eine schattige Promenade an einigen entzückenden Restaurants vorbei. Kurz glaubte ich in einer schicken Stadt in Italien oder Frankreich zu sein. Am Ende der Promenade erstreckt sich dann die Festung, die gut getarnt in einem riesigen Betonbunker steckt. Die Ausstellung drinnen ist klein aber fein und sehr informativ. Ganz toll ist auch die Aussicht, die man vom Dach der Festung hat, von hier aus kann man manchmal auch Hubschrauber beobachten, die direkt vor der Nase landen oder man genießt ganz einfach die Aussicht auf die komplette Copacabana.

Meine Tipps habe ich übrigens auch mit Otto Magazin geteilt, wo ihr auch noch Highlights zu andere Städte-Trips finden könnt!

Kennt ihr auch noch ein paar tolle Geheimtipps für Rio? Ich freu mich über euer Feedback!

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