by Mira – nachhaltig Leben und Genießen

7 Tipps zum nachhaltigen Reisen

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In Wien, in meiner gewohnten Umgebung, versuche ich mein Leben so nachhaltig wie möglich zu gestalten, geht es dann aber mal auf Reisen, neige ich dazu meine kompletten Prinzipien über Bord zu werfen, bloß weil es einfacher ist. Dabei ist es doch im Ausland genauso wichtig auf die Umwelt zu achten. Gerade in Ländern, in denen es noch nicht selbstverständlich ist Müll zu trennen oder veganes Essen auf der Speisekarte zu haben, sollte man doch seinen kleinen Beitrag leisten um ein neues Bewusstsein zu schaffen. Hier geht es nicht darum, die Welt zu retten, sondern viel mehr Ideen zu verbreiten und mit einem guten Beispiel voran zu gehen.

Ich muss mir selbst oft über die Schulter schauen. Hier in Brasilien ist es nicht gerade einfach nachhaltig zu leben. Vor allem im ersten Monat wurde ich einfach in das Verhalten der Brasilianer hinein gezogen und hatte zum Schluss hunderte Plastiksackerl zu Hause. Aber egal wie wir verreisen, ob kurz oder lang, ob in das Nachbarland oder auf einen anderen Kontinent. Wir sollten deshalb nicht unsere Ideologien über Bord werfen und mit ein paar Tipps und Tricks bereitet man sich auch besser darauf vor. Wer sagt denn schon, dass ein umweltbewusstes Leben super easy ist?

OLYMPUS DIGITAL CAMERA1. Wasser in Plastikflaschen

Plastikflaschen auf Reisen zu vermeiden ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit und gleichzeitig eine der doofsten Umweltsünden. Nicht in jedem Land kann man das Leitungswasser trinken, oft muss man deshalb auf abgepacktes Wasser ausweichen. In Brasilien gibt es aber zum Beispiel auch die Möglichkeit auf Trinkbrunnen zu stoßen, oder manchmal gibt es auch einen Filter am Wasserhahn, der das Wasser bekömmlicher macht. Am besten man haltet die Augen offen nach unkomplizierten Wasserabfüllmöglichkeiten und haltet für solche Momente immer die eigene Trinkflasche bereit, vielleicht sogar aus Glas oder Alu? Wenn die Lage aussichtslos ist, dann greift lieber zur großen Wasserflasche als zur kleinen. Falls euch das zu unpraktisch für eure Reise ist, könnt ihr ja auch einfach immer wieder von der großen Flasche eure eine kleine auffüllen. Der Plastikverbrauch ist so immerhin geringer.

2. Statt mit dem Auto mit Bus oder Bahn fahren

Roadtrips zu machen ist eine super Art zu Reisen, man sieht extrem viel von der Gegend und kann überall stehen bleiben wo man möchte. Manchmal sollte man aber zwei Mal drüber nach denken, ob man tatsächlich ein Auto für seine Reise benötigt? In die Österreichischen Nachbarsländer kommt man nämlich auch schon ganz bequem mit dem Bus und der Bahn. Auch nach Kroatien kann man mittlerweile kosten günstig mit dem Bus fahren. Und wenn man ohnehin den Strandurlaub mit viel Sonnenbaden bevorzugt, dann ist ein Auto auch hinfällig und man könnte tatsächlich einfach mal auf den Bus ausweichen. Neben der Nachhaltigkeit ist ein weiterer Pluspunkt, dass man während der Fahrt auch mal ein Buch lesen oder ein Nickerchen machen kann. 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA3. Der Jutebeutel

Der einst so modische „Hipsterbeutel“ (zugegebenermaßen, finde ich ihn noch immer sehr modisch) sollte noch immer unser treuer Begleiter sein, egal wo wir uns befinden. Die praktische Tasche passt zusammen gelegt in jede noch so kleine Handtasche hinein, und kann bei Spontankäufen immer gezückt werden. Dann gibt’s auch nicht mehr die Ausrede „ich habe meinen Beutel vergessen, also nimm ich jetzt einfach fünf Plastiksackerl. In Österreich muss man in den meisten Läden für ein Plastiksackerl zahlen und manchmal bekommt man sogar kompostierbare Sackerl. In vielen Ländern gibt es noch keine solchen Ideen. Das Sackerl ist noch immer selbstverständlich, so wie das eben bei uns vor 10 Jahren auch war. Mit deinem Jutebeutel bringst du nicht nur den Kassier zum Staunen (oder Kopfschütteln, wie das bei mir der Fall war), auch andere Kunden werden es sehen und vielleicht sogar nach machen.

5. Die Kellner nerven

In vielen Ländern ist es gar nicht so einfach vegetarisch oder gar vegan zu essen. In Restaurants muss man oft Stunden lang Speisekarten lesen, um endlich einen Ort zu finden wo es etwas Gutes zu Essen gibt, das auch den Ideologien entspricht. Aber warum eigentlich nicht gleich die Kellner nerven? Die kennen doch auch die Speisekarten am besten. Mit einem kurzen „Haben sie auch etwas veganes/vegetarisches zu Essen?“ kommt man nicht nur schneller an sein Ziel, sondern macht den Kellner auch gleich auf deine Bedürfnisse aufmerksam. Je größer die Nachfrage, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Restaurants irgendwann Gedanken drüber machen, ob sie nicht doch mehr Gemüse auf den Tisch bringen wollen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA4. Regional einkaufen

In den Österreichischen Supermärkten schauen wir immer gleich auf das Schild, woher die Tomaten sind, und ob es nicht eventuell schon österreichische Erdbeeren gibt. Hand aufs Herz, wie oft machen wir das in einem anderen Land? Ich für meinen Teil, werde da schon ganz gerne „rückfällig“. Aber seien wir uns ehrlich, wir kennen die dortigen Gütesiegel nicht und verstehen auch oft nicht mal die Sprache. Dabei geht regional einkaufen doch ganz easy. Es geht darum das Land zu unterstützen, in dem man gerade Urlaub macht. Das heißt die schönen roten Kartoffeln in Kroatien kaufen, das tolle Olivenöl in Portugal, das griechische Joghurt in Griechenland (und ja, das ist leider dort auch nicht selbstverständlich), und die Avocado in Brasilien. Greift ihr in der Süßigkeitenabteilung auch so gerne zu den Klassikern wie Kinder oder Milka? Mit einem Blick auf die Rückseite der Verpackunge findest du aber bestimmt auch eine heimische Schokolade, die genauso gut schmeckt. Werde erfinderisch und probiere neue Produkte aus. Lass dich nicht immer gleich von anderen Sprachen oder dem Aussehen abschrecken. Im Zweifelsfall  gilt: Je kürzer der Weg des Produktes ins Supermarktregal, desto nachhaltiger.

6. Märkte statt Supermarkt und Shoppingmall

Supermärkte sind super praktisch und überall vorhanden, das gleiche gilt für Shoppingmalls und Modeketten. Während wir in der eigenen Stadt gerne in den Bio-Supermarkt laufen, oder den Wochenmarkt aufsuchen, geht’s im Ausland einfach in den nächst besten Laden, wo es eben etwas zu kaufen gibt. Dabei gibt es in eigentlich jeder Stadt und auch oft in größeren Orten sehr wohl auch Märkte wo man super regional und oft direkt beim Produzenten einkaufen oder sogar gleich essen kann. Erkundigt euch einfach bei eurem Hotel, Campingplatz oder vielleicht bei der Touristeninfo, wo und wann die Märkte stattfinden, um nichts dem Schicksal zu überlassen. Märkte sind auch ein super Tipp um nachhaltig Kleidung, oder andere Textilien zu kaufen. Die Produktion läuft meist direkt über die Verkäufer. Natürlich ist das nicht immer der Fall, aber man ist zumindest schon mal am richtigen Weg und kann sich direkt vor Ort erkundigen.

auslandsseemster-zwischenbericht-vegetaria7. Auf Luxus im Hotel verzichten

Normalerweise bin ich ja ein großer Fan von Hostels, aber in den letzten Jahren kam es immer wieder mal vor, dass auch ich in einem Hotel gelandet bin. Wahrscheinlich hat das auch was mit dem älter werden zu tun oder sogar damit, dass ich in einer Beziehung bin und man sich dann doch lieber ein Zimmer nur für sich nimmt. Fakt ist, im Gegensatz zu Hostels wechseln Hotels ganz gerne täglich Bettwäsche und Handtücher aus. Das mag zwar echt total angenehm sein, jeden Tag ins frisch gewaschene Bett zu springen, aber seien wir uns ehrlich, wenn wir nicht gerade das Bett mit einem nassen Hund teilen, ist das tägliche Wechseln nicht wirklich notwendig. Das tägliche Waschen von Handtüchern und Bettwäsche verbraucht allerdings extrem viel Energie und Wasser und sollte daher vermieden werden.  Ein schneller Gang an die Rezeption, wo man kurz Bescheid gibt, dass man erst nach einer Woche neue Laken benötigt, kann da schon Wunder bewirken und das Hotel wird sich darüber auch nicht beschweren.

 Wie geht es euch im Urlaub so mit dem nachhaltigen Leben? Fällt es euch leicht oder genauso schwer wie mir?

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1 comments so far.

Eine Antwort zu “7 Tipps zum nachhaltigen Reisen”

  1. Jean sagt:

    Hallo Mira,
    bei mir sind auch schon verschiedene Posts über nachhaltiges Reisen in der Pipeline, ich bin gerade dabei, mir mehr darüber anzulesen. Ich finde deine Tipps schon sehr gut! 😀
    Liebe Grüße, Jean
    http://jean-abovetheclouds.com

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