by Mira – nachhaltig Leben und Genießen

Vegetarisch Essen in Paraty

vegetarisch-essen-in-paraty2Nach dem ich in Ouro Preto ganz genau geschaut habe, wo man überall was feines vegetarisches zu Essen bekommt, ist nun Paraty an der Reihe. In meinem Reisebericht habt ihr ja schon Einiges über die Stadt erfahren können, aber wie sieht‘s denn jetzt eigentlich mit dem Essen aus? Eines kann ich euch gleich verraten, einfach ist es nicht…

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn Paraty gibt es viel mehr europäische Touristen, daher ist die Auswahl auf der Speisekarte schon mal ganz anders und die meisten Restaurants verstehen auch was vegetarisch überhaupt bedeutet. Bevor ich mich durch sämtliche Speisekarten lese, frage ich am besten direkt einen Kellner: „Tem comida vegetaria?“ (Haben sie vegetarisches Essen?) Kleider Tipp, so kann man auch ganz easy lästige Kellner abwimmeln, die dich in ihr Restaurant winken wollen, denn ganz ehrlich… Sie müssen diese Frage meistens mit „Nein“ beantworten. Für sogenannte „Wischiwaschi“-Vegetarier (wie mein Freund zu sagen pflegt), also Vegetarier die auch ab und an Fisch essen,  gibt es in Paraty einige Optionen, da die Stadt ja direkt am Meer liegt. Und obwohl ich mich selbst zu dieser Sorte von Vegetarier zähle (allerdings nur für diesen einen Urlaub), möchte ich hier tatsächlich nur auf vegetarische bzw. vegetarisch-freundliche Restaurants  aufmerksam machen. Los geht’s…

vegetarisch-essen-in-paraty-moquecaRestaurante Arpoator

Moqueca ist traditionell ein Fischeintopf aus der Region Bahía. Als ich vor drei Jahren diese Gegend von Brasilien bereist habe, konnte ich gar nicht Genug von dem Eintopf essen. Meistens sind es Scampi, die in einer dicken Sauce aus Palmöl (Ja, in Brasilien wird damit sehr viel gekocht) und Kokosmilch gekocht werden. Dazu gibt’s meistens ein bisschen Gemüse, oft sind Tomaten und Paprika drinnen zu finden und die wunderschöne orange Farbe entsteht durch Safran. Dazu gibt es eigentlich immer Reis, Bohnen und Farofa (geröstetes Mehl aus der Maniokwurzel). In Paraty durfte ich zum ersten Mal in den Genuss von vegetarischer Moquca kommen und zwar im Restaurante Arpoator. Diesmal gab‘s keinen Fisch, sondern einen Topf voll mit Gemüse, darin zu finden waren Kartoffel, Karotten, Zucchini, Melanzani und Tomaten. Ich war im Vegetarier-Himmel! Dazu gab es auch noch Reis, aber leider kein Farofa und auch keine Bohnen. Was wir hier dazu bekamen war schwer zu beschreiben, vielleicht eine Mischung aus beidem? Geschmeckt hat es auf jeden Fall!

vegetarisch-essen-in-paraty-aipimPraia do Pontal

Der perfekte Snack für zwischen durch sind Aipím. Hierbei handelt es sich ganz einfach um Manioksticks die wie Pommes raus frittiert werden. Dazu kommt meistens eine Cocktailsauce, oder (mein absoluter Favorit) eine Avocadocreme. Die Dinger sind eine nette Abwechslung zu normalen Pommes, machen satt und schmecken noch dazu echt herrlich. Bekommen tut man die eigentlich fast überall, wir haben sie direkt an der Strandbar an der Praia do Pontal gespeist. Dazu noch einen Ananassaft, eine Kokosnuss oder vielleicht sogar ein Caipirinha und der Nachmittag ist gerettet!

vegetarisch-essen-in-paraty-hamburgerCasa Coupê

Einen richtigen Glücksgriff haben wir im Casa Coupê gemacht. Nach langem studieren der Speisekarte, und als ich mich eigentlich schon mit Suppe abfinden wollte, entdeckte ich plötzlich ein vegetarisches Sandwich auf der Karte. Tofu, Pilze, Tomate, Zwiebel, und Melanzani. Das alles soll dieses Sandwich beinhalten? Dann her damit! Schlussendlich war das Sandwich wohl eher ein Burger, aber ich war mega zufrieden damit. Wie oft bekommt man in Brasilien schon vegetarische Burger und dann noch dazu mit so viel Gemüse? Okay, etwas fettig war er, aber eine Melanzani die nicht schön im Öl gebadet hat, schmeckt halt auch nach nichts… Deswegen gibt’s beide Daumen nach oben!

vegetarisch-essen-in-paratyBalacobacco Beach Bar

An der Praia Jabaquara gibt es ein kleines Beachlokal namens Balacobacco das herrliche Snacks serviert. Neben vegetarischen Buscetta gibt es hier zum Beispiel auch einen herrlich firschen Açaí. Und nein ich rede nicht von einer Fruitbowl, wo ein bisschen Açaí-Pulver rein gelehrt wurde, so wie das momentan in Europa gehypt wird. Açaí ist in Brasilien vor allem unter Sportler extrem beliebt, weil es so viele Antioxidantien und Vitamine beinhaltet. Die Beeren werden tiefgefroren pürriert und mit einer Menge Zucker vermischt, somit ähnelt es einem Sorbet. Man kann das Açaí einfach fertig im Supermarkt kaufen oder man bekommt es in vielen Lokalen frisch gemacht mit Granola und Banane. In meinem Fall gab es dann auch noch eine ordentliche Portion Honig oben drauf. Für Brasilianer ist dieses Gericht ein richtiger Fitnesssnack und wird gerne nach dem Sport vernascht. Naja, man muss sich ja etwas gönnen, oder? 😉 Ich bin auf jeden Fall großer Fan von dieser Nachspeise, die richtig satt machen kann und gönne mir sie mir auch gerne ohne Sport. 

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