by Mira – nachhaltig Leben und Genießen

4 Konzepte für weniger Einwegplastik im Alltag

Holzzahnbürste, Stoffsackerl, Mehrwegbecher, Jausenbox und Glas-Trinkflasche. Instagram ist voll damit, weil irgendwie ist das Umweltretten ja auch hipp geworden. Es schaut auch schöner aus das Mittagessen aus einer Metalldose als aus einer ollen Tupperware zu essen. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. Endlich mal ein Trend der Sinn macht. Was wir alleine mit diesen fünf genannten Gadgets für Müll vermeiden ist alleine schon gigantisch. Aber vielleicht geht es dir da gleich wie mir. Ich stell mir nämlich oft die Frage, ob da nicht noch mehr geht? 

Denn obwohl wir immer brav mit dem Hipsterbeutel in den Supermarkt laufen, tragen wir am Ende einen Haufen Müll mit nach Hause – Plastikmüll. Alles ist verpackt, in Einwegplastik welches aus der endlichen Ressource Erdöl hergestellt wurde. Dieses Stück Plastik wurde nur dafür hergestellt, damit die drei Paprika – in drei verschiedenen Farben – bei uns zuhause landen, ohne dass wir einen Korb oder drei Hände dafür benötigen würden. Praktisch, drei Paprika in einer Hand halten. Das kann schon was.

Ich hasse es jedes Mal wenn es wieder passiert. Die achtlosen Einkäufe, die Spontankäufe, die Gusto-Einkäufe. Meistens sind sie verbunden mit einer Menge Einwegplastikmüll und man hätte diesen einfach vermeiden können. Da es nicht immer so einfach ist konsequent zu bleiben habe ich 4 Ideen gesammelt, an denen man sich orientieren kann, wenn man gerne Ernst machen möchte mit seinem Plastikkonsum. Viel Spaß beim Ausprobieren!

  1. Die Ausnahme-Liste

Was du brauchst: deinen vollen Restmüll-Eimer, einen Stift und einen Zettel.

Schau dir deinen Müll genau an und versuche herauszufinden welche Produkte du auch ohne Plastikverpackung kaufen könntest, oder auf welche du gänzlich verzichten kannst. Schreibe auf deine Liste nur Produkte auf, auf die du in deinem Alltag auf gar keinen Fall verzichten möchtest (oder kannst) und welche es bei dir in deiner Umgebung nicht ohne Plastikverpackung zu kaufen gibt, wie beispielsweise Tofu, Klopapier, Zahnpasta oder frischer Spinat. So entsteht deine Ausnahme-Liste. Für den Rest der Produkte recherchiere gut. Gibt es die Produkte vielleicht in einem Unverpacktladen, am Markt oder direkt beim Bauernhof auch ohne Plastik oder kannst du davon vielleicht sogar etwas selbst herstellen?

Hänge deine Ausnahme-Liste wo hin, wo du öfter hinschaust, oder neben deine Einkaufsliste, falls du eine hast. So erinnerst du dich immer daran, wenn du etwas kaufen möchtest das nicht auf der Liste steht, dass du vorher recherchieren musst, oder gegebenenfalls eigene Behälter einpacken musst. Wenn dir das zu schwierig scheint, beginne mit einer langen Ausnahme Liste und streiche Woche für Woche ein oder zwei Produkte davon weg.

 

Letztes Jahr habe ich die Erdbeerschachtel selbst als Mülleimer benutzt – mit Erfolg!

  1. Die Erdbeerschachtel

Diese geniale Idee hat letztes Jahr Wasteles Hero ins Leben gerufen, nach dem sie eine Packung Erdbeeren gekauft hat. Der reguläre Müllkübel wurde durch die Erdbeertasse ausgetauscht und nur einmal die Woche entleert. Die Regel ist: nur so viel Müll konsumieren, dass er auch in die Erdbeerschachtel passt. Die Aktion funktioniert natürlich auch mit anderen Behälter.

 

In 40 Tagen nur ein Glas voll mit Müll. Schaffbar?

  1. Die Einwegplastikfasten Challenge

Über die Plastikfasten Challenge habe ich ja schon mehrmals geschrieben. Hier findet ihr meine Erfahrungen und hier eine Anleitung dazu. Grob gesagt geht es darum zu versuchen GAR KEIN Einwegplastik mehr zu konsumieren, also fast komplett Zero Waste zu leben. Da das gar nicht so einfach ist, kann man es mal in einem kleinen Zeitraum ausprobieren. Zum Beispiel für eine Woche, Ein Monat, oder 40 Tage, wie ich das bereits zum dritten Mal diesen Jahr zur Fastenzeit gemacht habe. Im Normalfall konsumiert man aber immer zumindest ein kleines bisschen Plastikmüll, zum Beispiel Sticker auf Gemüse und Obst. Um die Übersicht zu bewahren, sammelt man dieses Plastik in einem eigenen Behälter (quasi dem neuen Müllkübel) und hat zum Schluss eine super Übersicht, wo man in Zukunft besser aufpassen muss.

 

Für welche vier Produkte würdest du dich entscheiden?

  1. Das 4-Gewinnt-Spiel

Wenn du gut im Planen bist und gerne große Wocheneinkäufe machst, ist das vielleicht das richtige Müllvermeidungskonzept. Plane dein Wochenmenü gut durch und entscheide dann, im Idealfall schon zu Beginn der Woche, welche Produkte oder Lebensmittel du dieses Mal in Plastik verpackt kaufen wirst. Es dürfen nur 4 plastikverpackte Produkte jede Woche im Einkaufswagen landen. Egal ob Zahnpasta, Tofu, Klopapier oder Geschirrspülmittel. Die Idee ist es jede Woche erneut die Chance zu haben dir Produkte auszusuchen, die du gerne in Plastik verpackt kaufen möchtest.

Welches Konzept gefällt dir am besten, oder hast du vielleicht sogar schon eines davon ausprobiert? Teile gerne aber auch noch andere Ideen hier in den Kommentaren!

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2 comments so far.

2 Antworten zu “4 Konzepte für weniger Einwegplastik im Alltag”

  1. Genya sagt:

    Toller Beitrag! Ich war bis jetzt ziemlich kreativlos, wenn es darum geht plastikfreier zu leben bzw ich wusste nicht mal wo ich genau ansetzen sollte. Das hat mir sehr geholfen – Danke !:)
    Liebe Grüße!

    • Mira sagt:

      Liebe Genya,
      das freut mich zuhören, dass mein Beitrag dir dabei Hilf auf Plastik zu verzicheten.
      Solche Challenges können waren Wunder bewirken.
      Alles Liebe,
      Mira

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