by Mira – nachhaltig Leben und Genießen

#1MonatVegan – Challange und Blogparade

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAls ich 19 Jahre alt war habe ich mich das erste Mal mit dem Thema Veganismus ernsthaft auseinander gesetzt. Das war 2009, da war eine Freundin von mir schon seit längerer Zeit vegan, damals in meinen Kreisen doch etwas sehr Exotisches. Ich fand das spannend und wollte es auch ausprobieren, nicht weil mir die Tiere leid taten, auch nicht der Umwelt zu liebe, sondern einfach weil es mich reizte. Ein Monat, klassisch zur Fastenzeit, setzte ich mein Experiment um und ernährte mich ausschließlich vegan. Ich fand es damals interessant, es gab weit nicht so viele Fleischersatz- oder Milchersatzprodukte wie es sie heute gibt. Wenn ich nicht nur Gemüse auf‘ den Teller haben wollte, musste ich ins Reformhaus gehen um dort vegane Würste, Sojamilch oder Hefeschmelz zu kaufen. Als dann endlich Ostern da war, konnte ich getrost wieder zu bunt gefärbten Eier greifen und das Osterfleisch aufs Milchbrot legen.

Seit mehr als einem Jahr ernähre ich mich nun nur noch vegetarisch. Dass ich diesen Lebensstil permanent adoptieren würde, wäre für mich noch vor einigen Jahren absurd gewesen. Das Bloggen war einerseits ein wichtiger Faktor bei dieser Entscheidun, wegen Blogs wie dem von Maddie habe ich das erste Mal ernsthaft über mein (Lebensmittel)Konsumverhalten nachgedacht. Aber auch mein Freund hat mich unbewusst beeinflusst. Als ich ihn vor vier Jahren kennen gelernt habe  war er bereits seit sechs Jahren vegan, aus ethischen Gründen. Ich habe ihm das immer hoch angerechnet und er hat nie versucht mich zu belehren oder abfällig über meinen Fleischkonsum gesprochen. Das fand ich gut, und Sätze wie „Ich esse eh nur biologisches Fleisch und davon nur voll wenig“, habe ich damals noch verwendet um mein Verhalten zu rechtfertigen.

Schlussendlich erkannte ich, dass diese Aussage überhaupt nicht stimmte. Ich kaufte tatsächlich kaum Fleisch, weil ich es einfach nicht zubereiten konnte, aber dafür aß ich abends gern ein Kebab, eine Käsekrainer, oder ließ mir an der Fleischtheke eine Semmel mit ungarischer Salami herrichten. Natürlich hatte ich keine Ahnung, woher das Fleisch, dass ich hier zu mir nahm tatsächlich kommt, also entschied ich mich dafür mit dem Fleischessen ganz aufzuhören.

So ähnlich geht es mir schon länger mit dem Gedanken an Veganismus. Seit ich Vegetarierin bin, fällt mir auf wie viel Milch und Eier in der Österreichischen Küche eigentlich verarbeitet werden. Vor allem in klassischen Restaurants muss man meist auf Käsespätzle / Eiernockerl ausweichen, sollte man sich dort hin verirren. (Man könnte ja theoretisch auch nur einen Salat bestellen, aber ich bin ja nicht auf Diät oder so was). Mir fällt also auf, dass mein Milch und Ei Konsum immer mehr zunimmt, obwohl ich eigentlich gezielt versuche im eigenen Haushalt darauf zu verzichten. Kuhmilch habe ich schon seit Ewigkeiten keine mehr gekauft und auch Käse kommt bei mir eigentlich nur selten in das Einkaufssackerl. Trotzdem kommt mir beides immer wieder unter. Hier eine Tafel Schokolade, da ein Pizza mit extra Käse und da ein Knödel mit Ei. So genau schaue ich gar nicht auf die Zutatenliste des Produkts oder frage den Kellner, woher die Eier, der Käse oder die Milch tatsächlich sind. Kommen die Eier eh von glücklichen Hühnern aus Freilandhaltung? Die Kühe durften saftige Kräuter auf der Almwiese knabbern? Ein sehr utopischer Gedanke. Und trotzdem bin ich ein Hypokrat; finde den Verzehr von Milch irgendwie ekelig, aber greife trotzdem immer wieder zu den typischen österreichischen tierischen Produkten.

Im Zuge einer Blogparade werde ich nun mein Experiment, das ich schon einmal vor sieben Jahren erfolgreich abgeschlossen habe, wiederholen. Diesmal aber mit einem anderen Denkanstoß und mit viel einfacheren Bedingungen. Heute bekommt man Inspiration für vegane Ernährung nämlich überall ganz einfach im Internet und tierische Ersatzprodukte werden einem im Lebensmittelladen nebenan hinterher geschmissen. Ich bin so was von bereit dafür und kann mir auch ganz gut vorstellen, dass auch diese Einstellung permanent sein könnte.

Wer macht also mit? Den ganzen Oktober ernähren wir uns ohne jegliche tierische Produkte, möchten aber auch auf Kosmetik mit tierischen Inhaltsstoffen oder Tierversuchen verzichten oder auf Kleidung die aus Tieren hergestellt wurde. Nicht ganz so einfach. Aber auf jeden Fall einen Versuch wert. Zur Inspiration gibt es jeden Tag einen neuen Blogbeitrag zum Thema von vielen verschiedenen Bloggern, darunter eine große Anzahl an Rezepten und Inspirationen. Verfolgen könnt ihr uns auf Facebook und natürlich Instagram. Mit dem Hashtag #1MonatVegan könnt ihr selbst eure Erfahrungen, Rezepte und Fotos mit uns teilen. Am 1. November wird das vegane Monat mit einem Gewinnspiel abgeschlossen. Mehr Infos dazu findet ihr auf dem Blog von Edda

*Bild: Filling Your Mind / Bella Lacroix 

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